Kratzt Hanf-Unterwäsche?
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Das ist die Frage, die uns am häufigsten gestellt wird. Wer bei Hanf an Jutesäcke denkt, stellt sie zu Recht.
Nein. Aber es fühlt sich anders an als Baumwolle — und dieser Unterschied ist beim ersten Tragen spürbar.
Woher der Ruf kommt
Es liegt nicht an der Pflanze
Hanf ist eine Bastfaser. Sie wächst als Bündel im Stengel und muss herausgelöst werden. Wird das grob gemacht, bleiben dicke Faserbündel übrig — daraus wird Seil, Sackleinen und genau der kratzige Stoff, an den die meisten denken.
Wird es fein gemacht, entsteht ein Garn, das sich mit Leinen vergleichen lässt. Der Unterschied zwischen kratzig und angenehm liegt in der Verarbeitung, nicht im Material.
Die ersten Tage
Fester, nicht rau
Neue Hanfwäsche fühlt sich fester an als Baumwolle. Nicht kratzig, aber deutlich — sie hat mehr Struktur und fällt schwerer. Wer weiche Baumwolle gewohnt ist, merkt beim ersten Anziehen, dass da etwas anderes ist.
Nach drei bis vier Wäschen ist dieses Gefühl weg. Hanf wird weicher, statt sich abzunutzen — derselbe Effekt, der alte Leintücher angenehmer macht als neue.
Empfindliche Haut
Was drin ist — und was nicht
Hanf wird oft für empfindliche Haut empfohlen, weil die Faser im Anbau wenig Chemie braucht und daher weniger Rückstände trägt. Wir können das nicht mit einer Prüfung belegen und behaupten es deshalb nicht als Eigenschaft.
Was wir sagen können: kein Elasthan, keine Baumwolle, keine Beschichtung, keine Ausrüstung. 100 % Hanf.
Wasch sie einmal, bevor du sie zum ersten Mal trägst — das nimmt die Steifigkeit aus dem Neuzustand. Und benutz keinen Weichspüler: Er legt sich als Film auf die Faser und verhindert genau das, was Hanf mit der Zeit von selbst tut.
NATURMAN — Angezogen nackt.